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Video- und Sicherheitstechnik


Flugzeug

Sicherheitsrelevante Räume und Gebäude müssen permanent überwacht werden. Dies betrifft Flughäfen, Banken, Industrieanlagen sowie Kraftwerke. Die vom Geschäftsfeld Video- und Sicherheitstechnik entwickelten digitalen Videoüberwachungs- und Bildverarbeitungs-Systeme ermöglichen sowohl eine sofortige Alarmauslösung im Ernstfall als auch eine Rekonstruktion krimineller Handlungen. Für die Überwachung von Großanlagen können bis zu tausend Kameras vernetzt werden. Relevante Videobilder werden auf Plattenlaufwerken mit Archivkapazitäten von mehreren Terabytes gespeichert. Dabei kommen schnelle, alarmgesteuerte Videomultiplexer für asynchrone Kameras, Livemonitoring und Bewegungsdetektion aus dem Videobild zum Einsatz. Die Einzelbilder werden mit höchster Komprimierungsrate (MPEG-4) entweder über moderne Netzwerktechnik (GigaBit, FastEthernet) in Echtzeit übertragen oder lokal über PCI-Interfacekarte auf einem Rekorder-PC aufgezeichnet.

Autos

Zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr und für eine bestmögliche Straßenausnutzung müssen Unfälle und Staus möglichst frühzeitig erkannt werden. Dabei gewinnen Systeme zur automatischen Verkehrsüberwachung zunehmend an Bedeutung. Je nach Einsatzgebiet sind unterschiedliche Anforderungen zu erfüllen. In Tunnelanlagen werden die Bilder unverändert an die Tunnelwarte geschickt und dort ausgewertet. Im urbanen Bereich werden intelligente Videosensoren mit lokaler Bildauswertung verlangt. Zudem sollen die eingesetzten Komponenten kostengünstig bei gleichzeitig immer höherer Übertragungsrate und Qualität sein. Vernetzte, eingebettete Echtzeitsysteme (Embedded Real-Time Systems) können das erfüllen. Mit der SmartCam verwirklichte das Geschäftsfeld bereits 2003 den Prototypen einer intelligenten Kamera in Embedded-Technik, die ungewöhnliche Verkehrssituationen selbstständig erkennt.

„Wissenschaft in unseren Köpfen ist noch nicht das Produkt von morgen, der Brückenschlag ist unsere Stärke“, verdeutlicht Ing. Helmut Schwabach vom Business Develpment die Kernkompetenz der Seibersdorfer Video- und Sicherheitstechnik. Dabei setzt das Geschäftsfeld auf internationale Partnerschaften. Bei der Entwicklung vernetzter, eingebetteter Echtzeitsysteme besteht ein „Authorized Developer Agreement“ mit dem US-Chiphersteller NetSilicon, der eine führende Rolle am SoC-Markt (System on Chip) für vernetzte Systeme hat, ein „Third Party Vertrag“ mit Texas Instruments sowie ein Marketing- Unterstützungsabkommen mit Ateme, einem der beiden führenden Softwarehersteller für die MPEG-4 Komprimierung auf Digitalen Signalprozessoren (DSPs). Auf europäischer Ebene nimmt die Video- und Sicherheitstechnik an den EU-Projekten AVITRACK (Videoüberwachung auf Flughäfen) und MUSCLE (inhaltliche Analyse von multimedialen Daten) im sechsten Rahmenprogramm teil.

Herausforderungen in der Forschung und Entwicklung liegen in den Bereichen:

  • Komprimierte Datenübertragung und -archivierung (MPEG-4, H.264)
  • Zuverlässige automatische Szeneninterpretation durch Bildverarbeitung
  • Realisierung als Embedded System

Das Geschäftsfeld arbeitet hier mit Universitätsinstituten sowie mit der Advanced Computer Vision GmbH - ACV zusammen.