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Quantentechnologien

Das 2002 gegründete Geschäftsfeld Quantentechnologien arbeitet an der Realisierung eines marktfähigen Verschlüsselungssystems, das auf den Prinzipien der Quantenkryptographie beruht. Neben der Quantenkryptographie ist eine weitere Aufgabenstellung des Geschäftsfeldes die Nutzbarmachung der mathematischen Methoden der Quantenphysik, um Algorithmen für Mustererkennung, Bildverarbeitung oder Signalverarbeitung zu entwickeln.

Herkömmliche Verschlüsselungsverfahren beruhen auf mathematischen Ansätzen, die durch hohen Rechenaufwand gelöst werden können. Diese Verfahren werden mit der Verfügbarkeit des Quantencomputers obsolet werden. Die Codes können dann in kürzester Zeit entschlüsselt werden. Die Gartner Group erwartet, dass ab 2006 Bedarf an neuen, hochsicheren Verschlüsselungsverfahren bestehen wird. Die Quantenkryptographie beruht auf Naturgesetzen statt auf Mathematik. Das macht sie absolut abhörsicher. Führende Köpfe arbeiten auf der ganzen Welt an der wirtschaftlichen Umsetzung. Österreich ist daran an vorderster Front beteiligt.

Team Quantentechnologien

Im Rahmen einer Machbarkeits-Studie wurde der aktuelle Stand der Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Quanteninformatik und Quantentechnologie in Österreich hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Umsetzbarkeit analysiert. Eine Roadmap soll der österreichischen Forschung und Industrie die Führungsrolle sichern.

In diesem zukunftsweisenden Forschungsgebiet konnte 2004 ein herausragender Erfolg erzielt werden: Das Integrierte Projekt (IP) SECOQC (Development of a Global Network for Secure Communication based on Quantum Cryptography) wurde unter der Leitung des Geschäftsfeldes im sechsten Rahmenprogramm der EU eingereicht und genehmigt. Mit SECOQC sollen die letzten Hürden zur Marktreife überwunden werden.

Christian Monyk