| Zukünftige Mobilkommunikations-Systeme |

Von zukünftigen drahtlosen Kommunikations-Systemen verspricht man sich hohe Datenraten auch bei hohen Geschwindigkeiten des Mobilteilnehmers (im Auto oder in der Bahn). Mehrfachantennensysteme spielen daher eine Schlüsselrolle in zukünftigen mobilen Kommunikationssystemen.
Für die Entwicklung leistungsfähiger MIMO-Systeme sind möglichst exakte Kanalmodelle entscheidend. Das Ausbreitungs-verhalten von MIMO Signalen wird nach dem Stand der Technik durch geometrisch-stochastische Kanalmodelle beschrieben. Die erwähnten Anforderungen an zukünftige Systeme stellen eine wissenschaftliche Herausforderung dar, der nur mit neuen Modellen für den zeitvarianten Übertragungskanal begegnet werden kann.

Das Projekt „Future Mobile Communications Systems“ wird vom WWTF (Wiener Wissen-schafts-, Forschungs- und Technologiefonds) gefördert und im Rahmen einer Kooperation mit dem ftw. Forschungszentrum Telekommunikation Wien und der TU-Wien, Institut für Analysis und Scientific Computing, durchgeführt. Es sollen neue mathematische Methoden erarbeit werden, die in zukünftigen Kommunikationssystemen hohe Datenraten bei hohen Geschwindigkeiten erlauben werden. Wir beabsichtigen, Wellenausbreitungsmodelle über die Wellengleichung zu gewinnen, und zwar für einen Funkkanal, der durch zahlreiche Streuer bestimmt ist. Ausgehend von den Ergebnissen werden wir neue Sendeverfahren und korrespondierende zeitvariante Kanalschätz- und Detektionsverfahren entwickeln. Die Echtzeitfähigkeit der resultierenden Algorithmen steht im Vordergrund und soll durch einen Kompromiss zwischen Genauigkeit und Effizient erreicht werden.



franco.fresolone@ait.ac.at
Forschungszentrum Telekommunikation Wien (ftw.)